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Sport (Antirassismus)
Dem Ball ist egal, wer ihn tritt – gegen Rassismus im Sport
"Was hat Rassismus mit Sport zu tun?" - Leider noch eine ganze Menge, was jüngste Vorfälle von Fremdenfeindlichkeit im Stadion beweisen. Sogar vor dem beliebtesten Sport der Welt, dem Fußball, macht er keinen Halt. Zahlreiche Kampagnen, Vereine, Spieler, Fans und auch Politiker setzen sich deshalb gegen Diskriminierung aufgrund ethnischer Herkunft, Kultur oder Hautfarbe ein. Denn auch Fußballprofis, bejubelt von aller Welt, sind letztendlich Arbeitnehmer, mit dem Recht, am Arbeitsplatz nicht diskriminiert zu werden. Die FIFA (Federal International Football Association) tritt deshalb für einen rassismusfreien Sport ein und verurteilt Fremdenfeindlichkeit aufs Schärfste. Ein Straftatenkatalog gegen fremdenfeindliche Äußerungen und Handlungen soll helfen, Täter in ihre Schranken zu weisen und ahndet Diskriminierung mit Stadionverbot und Geldbußen bis zu 6.300 Euro. Bei schweren Fällen von Rassismus droht den Nationalverbänden gar der Ausschluss aus der FIFA.

Auch die United European Football Association (UEFA) setzt sich mit ihrer Kampagne "UEFA against Racism" weltweit gegen Diskriminierung beim Sport ein. Ebenso beteiligt sich die Organisation FARE (Football Against Racism in Europe) an diesem Programm und strebt die Vereinigung aller antirassistischen Gruppen in Europa an. Außerdem steht für alle Fußballfreunde ein Handbuch für "gute Verhaltensregeln", mit dem Titel "Vereint gegen Rassismus" im Internet bereit.

Zusammen mit Fußballverbänden engagiert sich auch Thomas Mann mit anderen Abgeordneten im Europäischen Parlament gegen Rassismus. Das jüngste Ergebnis ihrer Arbeit wurde in einer schriftlichen Erklärung des Parlaments festgehalten, die hier nachgelesen werden kann.

Bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal, der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland und der Europameisterschaft 2008 in Österreich zeigten sich bereits positive Erfolge in der Eindämmung rassistischer Handlungen. Die FIFA und UEFA hoffen auf weitere Fortschritte.

Auch der Vizepräsident des Deutschen Fußball Bundes (DFB), Franz Beckenbauer, sprach sich deutlich gegen Fremdenfeindlichkeit aus. In Anbetracht der weltweit stürmischen Begeisterung für die Weltmeisterschaft in Deutschland und dem friedlichen Zusammenhalt zwischen den Fans, sagte er: "Wenn ich die feiernden Fans [...] sehe, dann sage ich, so hat sich der liebe Gott die Welt eigentlich vorgestellt."

Links zum Thema:
www.farenet.org
www.kickitout.org
www.uefa.com